GummiArabikum - die beste band im landkreis holzminden


Und was schreibt die Presse? Hier ein Auszug

Alfelder Zeitung, Sonnabend, 15. Mai 1999 / Seite 11

Holzmindens kuriosteste Band ist zurück

Alfeld (AZ). Die vier Schwiegermütter-Lieblinge die hier mit versonnenen bis schüchternen Blicken in das Auge der Kamera blicken, gehören zu einer der verstörtesten Bands in der westlichen Hemisphäre. Sie sind Gummi Arabikum - also bereits erhärteter Milchsaft nordafrikanischer Gummiakazien. Nach einem schrägen Reunion-Konzert in Eschershausen werden sie am 15. Mai, 20 Uhr, im Jugendzentrum Treff ihre Fans mit ihrer schrillen Darbietung beglücken. Vielleicht wird Ingo dann auch das Geheimnis um seine angepeilte Zusammenarbeit mit Ralph Siegel lüften.

An der Stirnseite des mit allerlei geschmackvollen Kalorienträgern reichgedeckten Tisches schaut ein würdevoller Ingo Fricke
in seine goldene Zukunft. Er hat sich und seinem Publikum eine zwölfmonatige kreative Pause gegönnt, die er in einem kulturlosen Jahr in den vereinigten Staaten von Amerika verbrachte. Vorher hatte ihn sein Gummi-Schlagzeuger überraschend und schnöde die Sticks vor die Füße geworfen. "Dieser war", so Ing, "dem Tourstreß nicht mehr gewachsen."

Ind den Staaten lernte Ingo - die Welt ist ein Dorf - den kongenialen Fränkie Drummer aus Hehlen bei Holzminden kennen, der nun tatsächlich bei den Milchsaftern hinter den Trommeln sitzt. Aber nicht nur Ingos Seelenverwandschaft zum Drummer ist wichtig, insgesamt menschelt es in der Band sehr: "Hermann (der Gitarrist, Anm.d.Red.) hat sich zwischen seiner Frau und der Band entscheiden müssen. Jetzt ist er geschieden." Weil sich alle so schrecklich lieb haben, ist auch Gründungsmitglied und Ur-Bassist Dirk Matthes wieder mit dabei, der nach seinem Ausstieg 1993 zunächst "als Tontechniker oder so etwas" tätig war.

Nun wollen es Gummi Arabikum noch einmal wissen. Im zehnten Jahr ihres Bestehens, auf der Höhe einer riesigen Woge des Erfolges, der ihnen unter anderem zu ständig ausverkauften Demotapes verhalf, gilt en nun wieder, sich dem Tourstreß auszusetzten. Klar ist: die gummifreien Zeiten sind vorbei.
 

Das schrieb der Tägliche Anzeiger anläßlich der Weihnachts-CD 1998

Die schönsten Weihnachtslieder mit Gummi Arabikum

Da kommt der Baum ins Wanken

Das hat uns zum Fest der Liebe gerade noch gefehlt: Eine Weihnachts-CD von Gummi Arabikum, der selbsternannten "besten Band im Landkreis Holzminden".
"Die schönsten Weihnachtslieder" hat die Chaos-Combo ihren selbstgebrannten Silberling betitelt. Und wer seinen Lieben (oder Bösen) etwas (Gutes) tun möchte zum Weihnachtsfest, der sollte sich mit diesem fiesen Ding die "Stille Nacht" versüßen (ider versalzen?).

Eines vorab: Gummi Arabikum bleibt sich auch mit dieser milden Gabe treu. Und was die toten Hosen alias "Rote Rosen" können, das erklären die Krachrocker aus Holzen zum Selbstzweck: Sie schrammeln die schönsten deutschen Weihnachtslieder auf wahrscheinlich einmalige Weise.
"Alle Jahre wieder", "Leise rieselt der Schnee" und wie sie alle heißen, Gummi Arabikum lassen nichts aus! Wer's bis zu den drei Bonus-Track-X-Mas-Stories auf der CD schafft, der wird entschädigt mit einem weihnachtsstimmungsadventskränzlichen Klingonen-Kauserwelsch.

Nach Aussage von Bandleader Ingo Fricke "haben auch schon über 20 Leute die CD gekauft". Da kann man nur sagen "Komm, wir gehen nach Bethlehem!" (spe)